| Backnang - Seit 1984 werden bei Pitta Jannos feinste Pitta-Brote nach traditionellem griechischem Rezept gebacken. Die Geschichte des griechischen Familienbetriebs ist eine Erfolgsstory aus dem Bilderbuch.
Wir sprachen mit Alexandra und Anestis Chatzidimitriou, den Nachkommen und jetzigen Geschäftsführern der Firma, über die Entstehungsgeschichte der Firma und darüber, wie eine Lottogewinn das Schicksal der Firma beeinflusste.
greekStuttgart.de: Wie lange gibt es Pitta Jannos?
Pitta Jannos: Seit 1984. Gegründet wurde die Firma von unserem Vater Jannos (daher der Name) und einem Deutschen, Joachim Haussner. Es fing an in einem Gyros-Imbiss in Waiblingen. In dem Familienbetrieb hatte die Oma Pitta gemacht, nach traditionellem Rezept. Es gab zwar überall Gyros, jedoch nur als Portion oder mit deutschem Brot. Pitta als Fertigprodukt gab es nicht. So entstand eines Abends die Idee, selber Pitta herzustellen: Pitta Jannos wurde gegründet.
greekStuttgart.de: Und wie kam die neue Idee an?
Pitta Jannos: Am Anfang gab es Akzeptanzprobleme: Es gab schließlich Brötchen. Doch nach 2 Jahren war die Nachfrage so gewachsen, dass ein Umzug in größere Räumlichkeiten notwendig war, so daß die Firma nach Backnang kamen.
greekStuttgart.de: Wie wurde Pitta hergestellt?
Pitta Jannos: Zu Beginn war alles Handarbeit. Keine Maschinen. Die Anfangsproduktion lag bei 300 Stück/Tag. Im Jahre 1987 war aufgrund der gesteigerten Nachfrage eine Maschine notwendig. Nur leider gab es so eine Maschine nicht. Da sie in Öl braten musste, war ein eigenes Patent notwendig: es wurden mehrere Firmen beauftragt, einen Entwurf für so eine Maschine abzuliefern. Natürlich waren die Preise für solche Eigenanfertigungen extrem hoch (mehrere Hundert Tausend D-Mark). Letztendlich war das billigste Angebot von einer Firma aus BaWü mit 30.000 DM. Die Zukunft der Firma war sehr gefährdet.
greekStuttgart.de: Und was passierte dann?
Pitta Jannos: Dann kam der Lottogewinn. Kurz vor der Resignation erzielten unser Vater und Joachim einen Fünfer im Lotto. Gewinn: 25.000 DM. Die Chefs deuteten dies als Zeichen: Wäre der Gewinn größer ausgefallen, hätten sich wohl beide zur Ruhe gesetzt. So aber deuteten sie es als eine Starthilfe für das Unternehmen. Prompt wurde die Summe in eine geeignete Maschine investiert - mit Erfolg, wie sich herausstellen sollte.
greekStuttgart.de: Und wie kamt ihr ins Spiel?
Pitta Jannos: Nach und nach wurden wir Kinder in den Firmenalltag integriert. War haben schon immer mitgeholfen, es war von Anfang an ein Familienbetrieb. Eine unserer anfänglichen Aufgaben war das Ausfahren der Ware. Als Fahrer hat man eine immense Chance, die Wünsche und EIgenheiten der Kunden kennenzulernen, die wir natürlich wahrgenommen haben.
greekStuttgart.de: Und wann habt ihr endgültig das Steuer übernommen?
Pitta Jannos: Im Jahre 2000. Wir übernahmen die Firma, brachten frische Ideen mit, auch für neue Produkte, und so kam es 2002 wieder zu einem Umzug, in diese kleine Halle, wo wir bis jetzt sind. Der Umzug brachte viele Qualitätsverbesserungen: neue Maschinen, neue Produkte, mehr Mitarbeiter, 2. Schicht, etc.
greekStuttgart.de: Was für Produkte gibt es denn?
Pitta Jannos: Das Hauptprodukt ist die klassische Pitta, in 3 Größen. Dann gibt es den Akropolis Burger (als Komplettprodukt: Pittabrot+Fleisch), den XXL Burger (Pittabrot+Hähnchenfleisch), kleine Pittabrote ("Afrakia") - die ideale Ergänzung zum Meze im Restaurant und damit eine ALternative zum Brot. Außerdem haben wir auch Gyros (fertig) und Hähnchengyros, Souvlaki (fertig und gespießt). Schließlich gibt es bei uns noch Tzatziki aus eigener Herstellung, Gyrosgewürz nach griechischer Art, Verpackungsmaterial für den Imbissbedarf und Vermietung von Gyrosgeräten für Veranstaltungen. unser Ziel ist es, mit unserer Produktpalette den kompletten Imbissbedarf abzudecken.
greekStuttgart.de: Das klingt ja nicht schlecht. Und, habt ihr Erfolg mit dieser Idee? Wo gibt es denn überall Pitta Jannos?
Pitta Jannos: Wir beliefern sehr viele Imbisse in Deutschland. Jeder hat bestimmt schon mal eine unserer Pittas gegessen, ohne es vielleicht zu wissen. BaWü beliefern wir selber. Unsere Trucks fahren täglich aus und beliefern die Imbisse mit Pittas. Für alles, was über BaWü hinausgeht, haben wir Vertretungen bzw. Vertriebspartner, z.B. Ante Geia (Raum Köln/Bonn), Makedonia (Großraum Stuttgart), Pitta Lex (Holland), S.N.C. Pitta Import (Sizilien).
greekStuttgart.de: Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Pitta Jannos: Wir wollen mit unseren Produkten den Imbiss/Restaurant/Bistro/Küchenbedarf decken. Dabei geht es um Lebensmittel und Verpackung. Unser Motto ist: Frischware, keine gefrorene Ware! Unsere Kunden bekommen immer frische Ware. Wir fahren selber hin und laden auch ab. Der Imbissbesitzer muss sich um nichts kümmern. Sehr beliebt ist unser Service: Wir versorgen unsere Kunden jederzeit, auch in Notfällen (vor allem am Wochenende). Ladenschluss gibt es bei uns nicht, wir lassen unsere Kunden nicht hängen.
Bezüglioch unserer Produktpalette sind wir sehr ehrgeizig: wir wollen mindestens 2 neue Produkte pro Jahr rausbringen.
greekStuttgart.de: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft!
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